Das Familienwappen |
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Der Text auf dem Wappenblatt lautet: Wappen
der Familie Glaswinkler Da
ich mich mit Heraldik nicht viel beschäftigt habe, basieren die Erklärungen
zu unserem Familienwappen nur auf laienhaften bzw. spekulativen Annahmen.
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Die hier aufgeführten Wappen konnte man sich nicht selbst anfertigen lassen, sie wurden ausschließlich vom Hofpfalzgrafen oder dem Landesfürsten verliehen. Erst im 19. Jahrhundert wurde es Mode, dass sich bürgerliche Familien ein Wappen anfertigen ließen. Der neue Siebmacher, welcher um 1820 wieder beginnt, enthält eine Fülle dieser, heraldisch oft nicht stilgerechter Wappen. Unser Wappen entspricht den heraldischen Regeln. Es besteht aus dem Wappenschild, dem Helm mit Helmzier und Helmdecke, sowie dem Symbol. Die Farbgebung mit zweimal Farbe rot und blau, sowie zweimal Metall Silber und Gold, entspricht ebenso den Grundregeln der Wappenkunde. Der im Wappen abgebildete Stechhelm weist im Gegensatz zum Topf- Kübel- oder Bügelhelm eindeutig auf ein Bürgerwappen hin. Die Form des Schildes entspricht einem mittelalterlichen Kampfschild und nicht dem barockisierten Symbolschild späterer Zeiten. Die klare und heraldisch korrekte Darstellungsform weist auf das Mittelalter als Entstehungszeitraum unseres Wappens hin. Diese Annahme wird gestützt durch das mit 1657 angegebene Vermerkdatum im alten Siebmacher. Es muss sich also vor diesem Zeitpunkt einer unserer Vorfahren so hohe Verdienste erworben haben, dass ihm die Ehre einer Wappenverleihung zuteil wurde. |
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| Anmerkung | ||
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Mit
Sicherheit entspricht der gesamte vorhergehende Abschnitt über das
Wappen der Familie Glaswinkler nicht den Tatsachen. Im Januar 1997 stellte ich Nachforschungen über das sogenannte Wappen der Familie Glaswinkler an. Der Verlag Degener in Neustadt/Aisch ist spezialisiert auf die Herausgabe von genealogischen und heraldischen Büchern und ist im Besitz des alten und neuen Siebmachers. Ein Telefonanruf bei diesem Verlag ergab, dass im Band V S. 201 der alten Siebmacher-Chronik kein Wappen verzeichnet ist, das sich auf die Familie Glaswinkler bezieht. Auf dieser Seite sind vorwiegend Wappen von Schweizer und Allgäuer Familien |
aufgeführt. Eine Überprüfung hinsichtlich der im Glaswinkler
Wappen vorhandenen Symbole (in Gold drei rote Dreiecke) brachte
ebenfalls keine Aufklärung. Bestätigt wurde diese Telefonauskunft
durch ein Schreiben des Herolds-Ausschusses der Deutschen Wappenrolle
in Berlin vom 02.04.1997. Das
Glaswinkler Wappen ist zweifelsfrei das Produkt eines sogenannten
Wappenbüros. Die Fundstelle ist nicht existent. Das Wappen wurde
vermutlich Ende des 19. Jahrhunderts von einem Wappenschwindler Namens
Theiner, Augsburg III im Auftrag hergestellt. Paulus Glaswinkler jun. |
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